Herzlich willkommen am Institut für Meteorologie und Klimaforschung - Atmosphärische Aerosolforschung! Wir sind eines der führendenden Forschungsinstitute auf dem Gebiet atmosphärischer Aerosolprozesse in Deutschland.

Unser Team widmet sich der Erforschung der mikrophysikalischen, chemischen und optischen Eigenschaften von Aerosolen. Durch unsere Arbeit gewinnen wir wertvolle Erkenntnisse über die Rolle von Aerosolen in der Atmosphäre und ihren Einfluss auf die Wolkenformation, das Klima und die Luftqualität, und tragen damit maßgeblich zur Weiterentwicklung von Wetter- und Klimamodellen bei.
Ein besonderes Forschungsinteresse des Instituts gilt der Rolle von Aerosolen bei der Bildung von Eispartikeln.

Für unsere Forschung betreiben wir umfassende Grundlagenforschung in modern ausgestatteten Laboren. Zudem nutzen wir große Atmosphären-Simulationskammern, um komplexe atmosphärische Prozesse unter kontrollierten Bedingungen zu untersuchen. Ergänzend dazu führen wir Feld-Experimente durch, um lokale Situationen und deren spezifische Einflüsse detailliert zu analysieren.

AIDA   Wolkenmikrophysik   Aerosol   Eisbildung  SOA   Luftqualität   ACTRIS   VOCs Alterung     Strahlungseffekt INP   Zusammensetzung und Morphologie     Einzeltropfen   Klima   COSIMA   ESEM   Eiskristall   LiDAR     Atmosphäre   Nanowissenschaft   Climate Engineering

Markus Breig

Neuigkeiten

voc_waddenseaMatthias Koschorrek
Organischer Gase aus dem Wattenmeer

Ein großer Teil der atmosphärischen Aerosolpartikel entsteht durch Oxidation flüchtiger organischer Verbindungen (VOC). Diese werden vor allem aus biogenen Quellen wie Wäldern, aber auch aus artenreichen Küstenregionen wie dem Wattenmeer freigesetzt. Daher haben wir im Sommer 2026 im Rahmen der gemeinsamen MOSES Messkampagne Wattenmeer VOC Konzentrationen in der Meldorfer Bucht gemessen. An dieser Aktion beteiligten sich fünf Helmholtz-Zentren und die Universität Hamburg, wobei der Schwerpunkt auch auf dem Treibhausgas Methan lag.

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ccflux_2026Eva Pfannerstill
Flüsse flüchtiger organischer Gase über Köln und der Eifel

Flüchtige organische Verbindungen (VOC) tragen durch Oxidationsreaktionen maßgeblich zur Bildung atmosphärischer Aerosole bei. Sie werden vorwiegend aus biogenen Quellen wie Wäldern, aber auch aus anthropogenen Quellen wie z.B. städtischen Gebieten freigesetzt. Im August 2026 haben wir VOC-Flüsse in einem Waldgebiet der Eifel sowie VOC-Konzentrationen in der Kölner Innenstadt bestimmt, um fluggestützte VOC-Flussmessungen mittels des Luftschiffs Zeppelin NT zu überprüfen. Die internationale Kampagne CC-FLUX wurde von unseren Kollegen des Forschungszentrums Jülich organisiert.

AIDAc2_installationKIT/ Amadeus Bramsiepe
Bereit für die nächsten 30 Jahre

Ein bekanntes Kapitel in der Geschichte des Instituts ist zu Ende gegangen, und ein neues hat begonnen. Am 7. Juli 2026 wurde die neue Atmosphärensimulationskammer AIDAc2 erfolgreich auf dem Campus Nord installiert und ersetzt damit die AIDAc-Anlage, die fast 30 Jahre lang bahnbrechende Atmosphärenforschung ermöglicht hat. Dieser Meilenstein stellt eine wichtige Investition in die Zukunft der Klima- und Atmosphärenforschung am KIT dar.

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HACP_Sonnblick_Observatory_2026KIT/ Dr. Adrian Hamel
In-situ-Wolkenmessungen mittels Laser-Streuung am Sonnblick-Observatorium

Im Rahmen der ACTRIS ECCINT-03 Kampagne werden am Sonnblick Observatorium neuartige Wolkenmessungen durchgeführt. Zur Analyse von Wolkentröpfchen und Eiskristallen setzt das IMKAAF ein Laserpolarimeter ein. Dieses Instrument wird im Vergleich zu anderen Messinstrumenten eingesetzt.

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AIDAc_AusbauKIT/ Dr. Ottmar Möhler
Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu AIDAc2 erreicht

Fast 30 Jahre lang wurde die KIT-Wolkenkammer AIDA (Aerosol Interaction and Dynamics in the Atmosphere) zur Erforschung atmosphärischer Aerosol- und Wolkenprozesse genutzt. Die Forschungsanlage wird derzeit komplett saniert und durch die neue Atmosphärensimulationskammer AIDAc2 ersetzt, wobei "c2" für "cold and clean" steht. Ein wichtiger Meilenstein dieses Projekts wurde am 29. September 2025 erreicht, als die Wolkenkammer mit einem Durchmesser von 4 m und einer Höhe von 6 m von ihrem Platz in der Anlage auf die Straße vor dem Gebäude gebracht wurde, um sie zu zerlegen und ordnungsgemäß zu entsorgen.

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HALO_DLRDLR (CC-BY-NC-ND 3.0)
PINEair misst eisbildende Partikel über dem Südlichen Ozean

PINEair ist eine neue Version der mobilen Wolkenkammer PINE für flugzeuggestützte Messungen von eisnukleierenden Partikeln (INPs). Das Instrument misst zum ersten Mal INPs an Bord des deutschen Forschungsflugzeugs HALO während der HALO-SOUTH-Mission, die auf die Aerosol-Wolken-Wechselwirkung in der Region des Südlichen Ozeans zwischen Neuseeland und der Antarktis abzielt.

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